Paranuss – die wertvolle Exotin aus Südamerika

Schön, dass Du hier bist! Sicher hast Du schon von ihr gehört – der Paranuss. Dieser Exot aus dem tropischen Regenwald hat es in sich – die leckeren Snacks liefern Energie und punkten mit gesunden Inhaltsstoffen. Harte Schale – gesunder Kern, so lässt sich die in Südamerika beheimatete Paranuss kurz beschreiben.

paranüsse
nahrhaft, gesund und wertvolle Einnahmequelle der Einwohner Südamerikas

Es gibt kein anderes pflanzliches Lebensmittel mit so einem hohen Anteil an dem Spurenelement Selen. Zudem vereinen sich viele Mineralstoffe und Vitamine in der Frucht des Parabaums. Allerdings ist es auch eine kleine Kalorienbombe, da ihr Fettanteil relativ hoch ist. Aber Du weißt ja, Fett ist nicht gleich Fett, dazu später mehr. Dennoch sollte man es mit dem Verzehr des kleinen Powerpaketes nicht übertreiben, das wiederum hat aber andere Gründe, auf die wir später noch eingehen.

Botanisch gesehen ist die Paranuss übrigens keine Nuss, sondern bezeichnet den Samen der Kapselfrucht. In Südamerika selbst wird dieser Kern „Pots“ oder „Qurico“ genannt.

Die Paranuss im Detail

Paranüsse sind die Samen des Paranussbaums, der sich übrigens nicht oder nur schwer kultivieren lässt. Das liegt daran, dass es bis zu zehn Jahre dauert, bis aus einer zarten Jungpflanze ein stattlicher Baum herangewachsenen ist, der Früchte trägt. Doch die natürliche Vermehrung funktioniert ausgesprochen gut, so dass die Früchte des Baumes wild gesammelt werden können. Und das in reichlichen Mengen.

Die Kapselfrucht des Baumes erinnert an eine Kokosnuss. Rund 20 – 40 fächerförmig angeordnete Samen sind in in einer Kapselfrucht enthalten. Um an den eigentlichen Paranusskern zu gelangen, ist einiges an Aufwand nötig: Eine harte Schale umgibt den Kern. Wer keinen Nussknacker zur Hand hat, wird sich in seinem Werkzeugkasten nach einem geeigneten Utensil umsehen müssen. Während die Kerne früher eigentlich nur samt Schale in den Handel gelangten, hat sich das heute geändert. In der Regel gibt es die Delikatesse geschält, so genießt Du ohne Umwege die leckere Delikatesse.

Der Grund für den Export geschälter Kerne liegt darin, dass sich gerne ein Schimmelpilz in der holzartigen Schale versteckt. Und so wurde den südamerikanischen Exporteuren auferlegt, nachzuweisen, dass ihre Paranüsse frei von dem Schimmelpilz sind. Da es einfach unmöglich ist, jeden einzelnen Kern untersuchen zu lassen, vertreiben die Händler ihre Nüsse eben geschält – dazu später mehr.

paranuss in der Schale
außen harte Schale – innen gesunde Nüsse (eigentlich sind es Samen)

Über ein Jahr zieht nach der Blüte ins Land, bevor der Samen in der stacheligen Kapselfrucht herangereift ist. Eine reife Kapselfrucht wiegt zwischen zwei und drei Kilo und sie fällt am Ende des Reifungsprozesses einfach vom Baum. Was sich auf den ersten Blick so nett liest, birgt eine Gefahr für die Erntehelfer (Castanheiros – Kastaniensammler), denn die Kapsel fällt aus der stattlichen Höhe von bis zu 60 Metern herab. Bei einem Gewicht von bis zu drei Kilo entwickelt sich so ein beachtliches Geschoss, welches man besser nicht abbekommen sollte. Doch ich vermute mal, die Catsanheiros sind geübte Paranuss-Sammler.

Es dauert bis zu zehn Jahre, bis ein junger Paranussbaum das erste mal Früchte trägt, aber wenn es dann soweit ist, liefert er eine üppige Ernte. Zwischen 100 und 500 Kapseln werden pro Erntesaison gebildet, damit ergeben sich pro Baum zwischen 1000 und 8000 Paranusskerne.

Herkunft und Geschichte

Die Paranuss wird unter anderem auch als „brasilianische Nuss“ bezeichnet, was ihre Herkunft bereits verdeutlicht: Sie ist in den tropischen Regenwäldern Südamerikas beheimatet. Hauptsächlich gedeiht der Baum im brasilianischen Amazonastiefland, doch auch in Bolivien, Kolumbien, Peru sowie in Venezuela, Guyana, Suriname und in Französisch-Guayana gibt es Vorkommen, auch wenn bei Letztgenannten davon ausgegangen ist, dass bei diesen Vorkommen nicht die Natur, sondern der Mensch seine Hände mit im Spiel hatte. Sprich – dass es Versuche gab, den Paranussbaum auf Plantagen zu kultivieren.

Blättert man das Geschichtsbuch der Paranuss weit auf, erklärt sich die Bezeichnung für die Samen. Am Mündungsgebiet des Amazonas im Norden Brasiliens liegt die Hafenstadt Belém. Der Stadtname änderte sich im Laufe der Zeit immer wieder, im 17. Jahrhundert hieß der Ort zeitweise Santa Maria do Gráo Pará – kurz Pará. Just in dieser zeitlichen Epoche waren unter anderem holländische Händler, Seefahrer und Entdecker sehr aktiv. Sie transportierten Früchte und Pflanzen nach Europa. Darunter eben auch die heute bekannte Paranuss, die nach der wichtigen Hafenstadt benannt wurde.

Der Paranussbaum

paranussbaum
der Paranussbaum mitten im Urwald

Der Paranussbaum mit der botanischen Bezeichnung „Bertholletia excelsa“ wird bis zu 60 Meter hoch und bildet einen langen Stamm aus, der von einer großen, schattenspendenen Krone abgedeckt wird. Der Baum gehört botanisch gesehen zur Ordnung der Heidekrautartigen (Ericales) und zur Familie der Topffruchtbaumgewächse (Lecythidaceae).

Der Stamm erreicht einen Umfang zwischen drei und fünf Metern und die Äste der Krone weisen nur wenige Verzweigungen auf. Die rissige Borke entfaltet je nach Lichteinstrahlung eine bräunlich-rosa bis hell-gelbliche Färbung.

Längliche Blätter kennzeichnen den Paranussbaum. An den Unterseiten der Blätter sitzen Papillen, was dem Blattwerk des Baumes eine weißliche Nuance verleiht. Der rispenförmige Blütenstand steht entweder endständig am Zweig oder er wächst aus einer Blattachsel.

Nach der Befruchtung der Blüten bilden sich bis zu drei Kilo schwere Fruchtkapseln aus, die eine Größe von zwischen 15 und 20 Zentimeter erreichen. Die äußere Schale ist verholzt und die Kapsel hängt bis zum Abfallen an einem Stängel. In der Kapsel wiederum befinden bis zu 50 Samen, die etwa zwischen 2 und 5 Zentimeter groß sind. Auch diese Samen sind von einer extrem harten Schale umhüllt. Darin befinden sich die Paranusskerne.

Anbau und Ernte

Aufgrund der langen Wachstumszeit und der Bestäubung, welche nur von einer im Urwald beheimateten Bienenart ermöglicht wird, kann der Paranussbaum nicht gezielt angebaut werden. Er gedeiht auf trockenen Ebenen, also außerhalb des Überschwemmungsregimes des Amazonas und anderer großer Flüsse. Diese Flächen werden als „Terra Firme“ bezeichnet.

Sein Vorkommen hängt von einem – wie eben schon angemerkten – kleinen Insekt ab – der „Prachtbiene“, auch als „Orchideenbiene“ bekannt. Sie ist auch dafür verantwortlich, dass der Paranussbaum nur im Regenwald gedeihen kann, da sich der Lebensraum der Prachtbiene ausschließlich im tropischen Süd- und Mittelamerika befindet.

ein Castanheiros beim Sammeln der Paranüsse im Regenwald
die Schale wird noch im Wald entfernt und die Nüsse in einem Sack gesammelt und zur Trocknungs-Sammelstelle transportiert

Den zweiten Schritt der natürlichen Verbreitung ist den Agutis, einer Nagetiergattung, zu verdanken. Sie sind als einzige Tierart in der Lage, die harten Fruchtkapseln zu knacken. Allerdings enthält eine Fruchtkapsel mehr kerne, als ein kleiner Nager fressen kann – also verteilt und verscharrt das kluge Tier die restlichen Samen. Daraus wachsen – manchmal auch erst Jahre später – neue, junge Bäume heran. So entsteht ein Kreislauf, der immer wieder auf vollkommen natürlichem Weg neue Paranussbäume hervorbringt, die immerhin das stolze Alter von bis zu 500 Jahren erreichen können.

Die Erntezeit der Paranüsse erstreckt sich während der Regenzeit über ein halbes Jahr. Die Kapseln werden vom Boden aufgelesen und zu bestimmten Sammelstellen gebracht. Von hier aus werden sie weiterverarbeitet und treten ihre Reise um den Globus an.

Nährwerte und Inhaltsstoffe

Der gesundheitliche Nutzen des Paranusskern ist bekannt – doch was genau macht aus der tropischen Nuss einen solchen Gewinn für unsere Gesundheit?

Nimmt man 100 Gramm Paranüsse, ergeben sich erst mal folgende Inhaltsstoffe:

Inhaltsstoff Mengenangabe
Wasser 3,5 g
Proteine 14,3 g
Zucker 2,3 g
Stärke 0,25 g
Ballaststoffe 7,5 g
Fette 66,4 g
– davon gesättigte Fettsäuren 15,1 g
– davon ungesättigte Fettsäuren 25,5 g
– davon mehrfach ungesättigte Fettsäuren 20,6 g
Natrium 3 mg
Magnesium 376 mg
Phosphor 725 mg
Kalium 659 mg
Calcium 160 mg
Eisen 2,4 mg
Selen 1,9 mg
Zink 4,0 mg
Vitamin C 0,7 mg
Vitamin B6 0,1 mg
Vitamin E 5,7 mg

Allein aus diesen Inhaltsstoffen erschließt sich der wertvolle Nutzen der Paranuss. Zugegeben, der Fettanteil ist relativ hoch – falls Du aktuell eine Diät machst, solltest Du Dich auf geringe Naschmengen der exotischen Nuss beschränken. Ansonsten ist es wichtig zu wissen, dass gerade die gesättigten und mehrfach gesättigten Fettsäuren eine wertvolle Substanz sind, die in keinem Vergleich zum „normalen“ ungesunden Fett stehen. Und wie Du anhand der Nährwerte siehst, beinhalten 100 Gramm der Tropenfrucht mehr gesunde Fettanteile.

Warum ist die Paranuss gesund?

Na gut – die Frucht aus dem Tropenwald gilt als das natürliche Lebensmittel mit dem höchsten Anteil an Selen – aber reicht das, um dem leckeren Exot aus Südamerika gleich eine gesundheitsfördernde Wirkung zuzuschreiben? Ja, in Maßen genossen, ist die leckere Delikatesse tatsächlich gesund. Sie liefert Nährstoffe in hoher Konzentration, sie bietet Mineralstoffe und Vitamine. Sie versorgt uns mit Proteinen, und vor allem beinhaltet die Paranuss das wichtige Spurenelement Selen. Alles in allem ist es eine echte Powerfrucht.

• Allgemein

Vorneweg: Der Paranusskern ist kein Allheilmittel. Er ist auch kein Medikament und er kann keine Krankheiten heilen. Er ist einfach nur gesund – und reiht sich damit in die Liste der gesunden Lebensmittel neben anderen Früchten, Nüssen, Obst und Gemüse mit ein. Obwohl die gesundheitsfördernde Wirkung durchaus beachtlich ist – was neben den wertvollen Proteinen, den zahlreichen Mineralien und den wichtigen Ballaststoffen an dem Spurenelement Selen liegt – sollten Paranüsse nur in Maßen genossen werden.

Eine interessante Studie zum gesundheitlichen Nutzen der Nüsse ist folgende: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0023643809001522

• Selen

Selen ist ein essentielles Spurenelement, dennoch kann es nicht vom Körper selbst hergestellt werden. Der menschliche Organismus benötigt nur geringe Spuren dieser lebensnotwendigen Substanz, doch diese müssen über die Nahrung zugeführt werden. Selen kommt im Erdreich vor und ausschließlich Pflanzen können den Stoff über ihre Wurzeln aufnehmen und speichern. Das Problem: Durch bestimmte Einflüsse wie sauren Regen, Überdüngung oder Übersäurung der Böden gibt es hierzulande immer weniger Selen in den Böden. Zusätzlich finden sich gerade in Ballungszentren Schwermetalle auf den Feldern, was keine gute Verbindung für den so wichtigen Stoff Selen darstellt. Umso wichtiger, dass wir Lebensmittel konsumieren, die Selen enthalten – beispielsweise Paranüsse.

Ohne Selen können zahlreiche Eiweißstoffe ihre Aufgabe im Körper nicht ausführen. Zudem ist Selen eine wichtige Stütze des Immunsystems, der Schilddrüse und vor allem gilt es als eines der wichtigsten Antioxidantien.

Der menschliche Organismus benötigt nur wenige Mengen von der Substanz. Ein Mangel jedoch hätte gravierende Folgen: Die körpereigenen Zellen können ein wichtiges Enzym nicht mehr hinreichend bilden (Glutathion-Peroxidase). Doch genau dieses Enzym ist für die Entgiftungsprozesse zuständig, die sich fortwährend in unserem Körper abspielen. Es wandelt nämlich Gifte kurzerhand in andere, nicht toxische Substanzen um, die dann ganz normal ausgeschieden werden. Dieses Enzym minimiert zudem das Krebsrisiko, das haben Studien bewiesen.

Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9315315

• Gesättigte, ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Stolze 66,4 Gramm Fett verstecken sich in 100 Gramm Paranüssen. Auf den ersten Blick hört sich das erschreckend an, doch so einfach lässt sich Fett nicht als ungesunder Dickmacher abstempeln. Einerseits ist Fett neben Kohlenhydraten und Proteinen einer der Grundnährstoffe, andererseits muss zwischen guten und schlechten Fetten unterschieden werden.
Im Paranusskern stecken alle drei Fettsäuren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 60 bis 80 Gramm Fett pro Tag, wobei der Anteil der gesättigten Fettsäuren (schlechte Fette) bei Frauen bei etwa 16 Gramm, bei den Männern bei 19 Gramm liegen sollte.

Die 66,4 Gramm Fett der Paranuss teilt sich in 15,1 Gramm gesättigte, 25,5 G ungesättigte und 20,6 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren auf. Damit zeigt sich, dass der geringste Anteil den „schlechten“ Fetten zuzuschreiben ist, während die ungesättigten und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Paranüssen deutlich anteiliger vertreten sind.

Ungesättigte Fettsäuren braucht der Körper, beispielsweise für den Aufbau von Körperzellen. Ergo kann Fett nicht einfach pauschal als negativ verurteilt werden.

• Serotonin

Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff sorgt für unser Wohlbefinden. Um gelassen, zufrieden und voll innerer Stärke zu sein, benötigt der Mensch Serotonin. Dieser Botenstoff wird im Gehirn gebildet, was wiederum die Aminosäure Tryptophan und Selen voraussetzt. In 100 Gramm Paranüssen ist der Tryptophangehalt etwa 170 mg hoch.

• Proteine

Proteine beinhalten zwei elementare Eigenschaften, die es so wertvoll machen: sie gelten als Fettkiller und sie sorgen für Muskelmasse. Im Paranusskern ist hochwertiges Protein enthalten. Das macht den kleinen Samen zu einem der beliebtesten Snacks im Kraftraum bei den Bodybuildern.
Für den Körper ist es wichtig, Proteine aus verschiedenen Quellen zu beziehen. So gibt es tierische und pflanzliche Proteine, wobei denjenigen aus Pflanzen ein Vorzug gegeben werden sollte.
Im Paranusskern sind (gerechnet auf 100 Gramm) 14,3 Gramm Proteine enthalten – wenn man davon ausgeht, dass pro Tag – je nach Alter und Körpergewicht – ein Bedarf von 50 Gramm Proteinen besteht, ist das eine ordentliche Zufuhrmenge.

• Ballaststoffe

Den Ballaststoffen wird allgemein viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das liegt vermutlich daran, dass der Begriff erst einmal wie etwas Überflüssiges klingt. Ballaststoffe können vom Körper nicht verwertet werden, er scheidet sie einfach aus. Und genau hier liegt die Krux: Ballaststoffe sorgen für eine geregelte Verdauung, zudem regen sie die Darmtätigkeit an. Viele der heutigen „Zivilisationskrankheiten“ entstehen einfach nur aus einer schlechten Verdauung. Gifte, schädliche Zellen und körpereigene Bakterien werden nicht rechtzeitig „abtransportiert“.

Bestes Beispiel: Cholesterin. Dieser an sich lebenswichtige Stoff lagert sich in der Darmwand ab. Wird er nicht regelmäßig „hinausbefördert“, gelangt er in die Blutzellen und lagert sich als Plaque ab. Die Folge: Die Cholesterinwerte sind plötzlich zu hoch, das Erstaunen ist groß. Um dem Körper die Möglichkeit zu geben, seine Arbeit bezüglich des Abtransports schädlicher Stoffe zu machen, benötigt er Ballaststoffe. In der Frucht des Paranussbaums sind hochwertige Ballaststoffe enthalten, die dem Körper bei seiner wichtigen Entsorgungsfunktion unterstützen.

• Mineralstoffe

Der hohe Anteil an Mineralstoffen ist sicher ein Grund dafür, warum der Paranusskern ein guter Ruf vorauseilt. Schauen wir uns doch die einzelnen Mineralstoffe der kernigen Frucht genauer an:

• Natrium

Natrium ist an etlichen Stoffwechselvorgängen des Körpers beteiligt und beeinflusst die Muskelzellen positiv. Zudem reguliert Natrium gemeinsam mit Kalium den Wasserhaushalt des Körpers. Empfohlen werden pro Tag als Höchstmenge 2,4 Gramm. Natrium kommt unter anderem im Kochsalz vor, umgerechnet befindet sich die Höchstdosis pro Tag in etwa 6 Gramm Salz.

• Magnesium

Magnesium regelt zahlreiche Vorgänge im Körper. So steuert Magnesium etwa die Reizübertragung der Nerven auf den Muskel, jeder kennt das sicher aus eigener Erfahrung: die berühmten nächtlichen Wadenkrämpfe resultieren oft aus einem Mangel an Magnesium. Aber der Mineralstoff hat noch mehr drauf: So sorgt es für die Aktivierung von über 300 Enzymen, die allesamt wichtige Funktionen im Stoffwechsel übernehmen. Zudem beugt Magnesium Thrombosen vor. Die täglich empfohlene Verzehrmenge liegt bei 350 mg.

• Phosphor

Nicht nur für Kinder ist Phosphor ein wichtiger Stoff. Gemeinsam mit Calcium sorgt Phosphor für eine starke und gesunde Knochen- und Zahnstruktur. Weiter sorgt es für einen reibungslosen Aufbau der Zellwände und spielt eine wichtige Rolle als Energielieferant. Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 700 mg.

• Kalium

Kalium regelt gemeinsam mit Natrium den Wasserhaushalt des Körpers. Zudem dient dieser Mineralstoff als Weiterleitung von Reizen entlang der Nerven. Auch die Muskeln benötigen Kalium, ebenso wie der reibungslose Ablauf innerhalb des Magen-Darm-Traktes. Der tägliche Bedarf an Kalium liegt bei 2000 mg.

• Calcium

Ganz interessant: ein erwachsener Mensch trägt zwischen 1 und 1,5 Kilo Calcium in sich. Davon verstecken sich 99 Prozent in den Zähnen und Knochen, ein Prozent befindet sich aufgelöst im Blut und im Gewebe. Calcium ist für das Skelett eines der wichtigsten Stoffe. Der Körper kann es nicht selbst herstellen, deswegen muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Pro Tag solltest Du 800 mg an Calcium zu Dir nehmen.

• Eisen

Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Eisen wird im Körper überall dort benötigt, wo es um die Sauerstoffaufnahme geht. Zudem ist es für die Blutbildung wichtig und ist an zahlreichen Aktivierungsprozessen von Enzymen beteiligt. Pro Tag sollten Männer 10 mg und Frauen 15 mg Eisen aufnehmen.

• Zink

Mein persönlicher Favorit ist Zink. Das liegt ganz einfach daran, dass Zink ein echtes Multitalent ist und mich schon vor einigen Erkältungswellen im Winter bewahrte. Zink spielt im Stoffwechsel eine übergeordnete Rolle, es wird für die Bildung neuer Hautzellen benötigt, für die Insulinspeicherung und für das Immunsystem. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Frauen eine tägliche Aufnahmemenge von 7 mg Zink pro Tag, bei Männern 10 mg. Allerdings sind sich Ernährungswissenschaftler nicht ganz einig über die richtige Dosis an Zink.

Wie gut, das Paranüsse all diese wichtigen und wertvollen Mineralstoffe in sich vereint. Vor einer Überversorgung an Mineralstoffen geht übrigens keine Gefahr aus. Der Körper speichert ab und lagert ein. Da die Verzehrmenge von Paranüssen ohnehin recht niedrig ist, sollte hinsichtlich einer zu hohen Dosis an Mineralstoffen nichts schiefgehen.

Wer sollte Paranüsse essen?

im Größenvergleich

Die wenigsten Lebensmittel sprechen direkt eine Zielgruppe an. So gilt Obst und Gemüse ganz allgemein als gesund – ob für den Erstklässler oder für die Großmutter. Allerdings gibt es doch auch Ausnahmen. Sicher hast Du bei einem Tennismatch schon mal gesehen, wie die Akteure in der Pause schnell eine Banane vertilgen. Das hat den einfachen Grund, dass die Inhaltsstoffe der Banane frischen Schwung, Energie und Power geben. Was die Banane dem Tennisspieler, ist die Paranuss dem allgemein Aktiven. Die Tropendelikatesse liefert neuen Schwung und bringt Energie in die verausgabten Körperzellen.

Generell hat jedes natürliche Lebensmittel seine eigenen Vorzüge – da macht der Paranusskern keine Ausnahme. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören alle Bereiche von Lebensmittelgruppen. Und warum dann nicht gleich die besonders gesunde Paranuss?

• Schüler, Studenten

Sicher kennst Du das beliebte „Studentenfutter“. Dabei handelt es sich im Allgemeinen um eine Mischung aus getrockneten Früchten und Nüssen. Die Bezeichnung „Studentenfutter“ ergibt sich aus der herausragenden Wirkung der kleinen Kraftspender auf das Gehirn. Und schon sind wir wieder beim Thema – denn obwohl es sich um keinen geschützten Markennamen handelt, sind Paranüsse häufig in dem beliebten Snack vertreten. Paranüsse liefern frische Energie – der „Kick“, der beim Lernen so oft notwendig scheint, kann durch das Knabbern erreicht werden. Der Verzehr von Paranüssen wirkt sich einerseits positiv auf den Stoffwechsel aus, andererseits stärkt es das Nervenkostüm und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Somit ist die tropische Kapselfrucht eigentlich das ideale „Studentenfutter“.

• Berufstätige

Bei dieser Personengruppe gilt das Gleiche wie bei den Schülern und Studenten. Auch im beruflichen Umfeld ist Konzentration und Leistungsvermögen gefragt. Es spielt keine Rolle, ob Du eine mehr körperlich anstrengende oder geistig fordernde Tätigkeit hast, zwischendurch ein kleiner, gesunder Snack tut sowohl der Seele als auch dem Körper einfach nur gut.

Die kleinen Samen des Paranussbaums eignen sich für alle Menschen. Ihr feiner, süßlicher Geschmack erinnert ein wenig an Mandeln. Beim Verzehr von 100 g Paranusskerne wird der gesamte Tagesbedarf der Substanzen Chrom, Kupfer, Mangan, Phosphor und Selen.

Etwa die Hälfte des benötigten Tagesbedarfs pro 100 g schaffen immerhin die Inhaltsstoffe Magnesium, Vitamin E und Zink. Das sind doch Nährwerte, die sich sehen lassen können!

• Die perfekte Ergänzung für den Muskelaufbau und SPort

Viele Sportler greifen auf alle möglichen Fitmacher zurück, um ihre Muskelmasse schneller zum Wachsen anzuregen. Wer sich im gesundheitlich unbedenklichen Rahmen bewegen möchte, schaut genau hin. Was benötigt ein Muskel, um zu wachsen? Richtig, unter anderem Proteine, also Eiweiß. Allerdings ist Eiweiß nicht gleich Eiweiß, es sollte sich schon um hochwertige Proteine handeln. Der Paranusskern liefert satte 14,3 g Proteine pro 100 g. Und zwar äußerst hochwertige Proteine. Deswegen gilt die Tropenfrucht als kleiner Booster im Kraftraum, auf der Trainingsstrecke oder einfach nur bei der täglichen Dehnungsarbeit.

Die Paranuss und Testosteron

Dass der Paranusskern eine hohe Menge Selen zugesprochen wird, wurde schon angesprochen. Doch dass diese Substanz den Testosteronspiegel erhöhen kann, dürfte nur wenigen Anwendern bekannt sein.

Der Testosteronspiegel ist nicht nur in der Bodybuilder-Szene ein großes Thema. Mittlerweile gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass das Spurenelement Selen den Testosteronspiegel erhöhen kann. (Quelle)

Dafür dürfte sicher nicht nur Selen verantwortlich sein, denn in Paranusskernen sind auch weitere Stoffe enthalten, die das Sexualhormon auf Trab bringen, etwa Zink, die Aminosäure Arginin und Omega-3-Fettsäuren.
Alles zusammengenommen wird wohl der Grund dafür sein, dass Paranüsse als Aphrodisiakum einen guten Ruf haben.

Was ist mit der Radioaktivität?

Paranüsse haben zweifelsohne wertvolle Eigenschaften, dennoch darf nicht verschwiegen werden, dass der Paranussbaum ein extrem sensibler Geselle ist. Mit seinem weit verzweigten Wurzelnetz nimmt er nicht nur Nährstoffe aus dem Boden auf, sondern eben auch natürliche Radioaktivität. Dieser Gehalt an Radium gibt das Wurzelgeflecht sowohl an die Blätter als auch an die Früchte weiter. Deswegen sind Paranüsse deutlich mehr mit Radioaktivität versehen als andere Früchte. Allerdings liegen die Werte an Radioaktivität immer noch unter dem gesetzlichen Grenzwert.

Ich selbst war genau wegen dieser radioaktiven Strahlung etwas verunsichert bezüglich meines Lieblingssnacks. Aus diesem Grund beschäftigte ich mich intensiv mit der Thematik und meine aus den ganzen Werttabelle und Statistiken herausgelesen zu haben, dass die Verzehrmenge entscheidend ist.

Wer sich täglich mehrere hundert Gramm der exotischen Samen einverleibt, spielt sicher mit seiner Gesundheit. Wer hingegen maßvoll seine Paranusskerne konsumiert, mutet seinem Organismus eher keine schädliche Wirkung zu – im Gegenteil, er lebt gesünder.

Früher mit Schale – heute geschält

heute werden die Nüsse direkt ohne Schale exportiert

Aus Erzählungen weiß ich, dass noch in den 1970er Jahre, als es besonders zur Weihnachtszeit Paranüsse im Handel gab, diese mit Schale angeboten wurden. Heute werden die Köstlichkeiten nahezu ausschließlich ohne Schale angeboten. Wir hatten einst ordentlich zu tun, den Samen von seiner harten Schale zu befreien, doch offensichtlich fanden Forscher heraus, dass gerade die holzige Schale extrem anfällig für gesundheitsgefährdende Schimmelpilze ist (Aflatoxine).

Flugs erschien im Jahr 2003 ein Gesetz, welches den Export von Paranüssen nur noch dann erlaubte, wenn die Tropenfrüchte zuvor auf ihren Aflatoxingehalt überprüft wurden. Diese Prüfung schien für die südamerikanischen Händler so unmöglich zu sein, dass sie sich lieber die Mühe machen, die Früchte geschält in den Handel zu bringen – was sich auch am Preis widerspiegelt. Zu meiner Kindheit in den 70ern waren die leckeren Kraftprotze deutlich günstiger.

Paranuss gleich Pekannuss?

Sie werden oft miteinander verwechselt, obwohl sie überhaupt nichts miteinander zu tun haben. Noch nicht einmal im Geschmack ähneln sich die Beiden. Während die Paranuss ausschließlich im südamerikanischen Regenwald wild wächst, wird die Pekannuss in Nordamerika gezielt angebaut.

Die Paranuss und die Sache mit der NussAllergie

Viele Nuss-Allergiker winken ab, wenn es um den Verzehr von Paranüssen geht. Dabei ist dieser Snack botanisch nicht den Nüssen zuzuordnen, sondern zählt zu den Kapselfrüchten. Aus diesem Grund können Leidgeplagte Menschen, die Nüsse nicht vertragen, den Paranusskern oft problemlos essen.
Eine Allergie speziell gegen diese Tropenfrucht ist ausgesprochen selten, aber natürlich möglich. Erstaunlich, dass Pollen-Allergiker zu dem Personenkreis gehören, die eventuell eine Allergie gegen die Frucht des Paranussbaums entwickeln könnten. Das liegt an den Proteinen, die mit den Pollen-Proteinen nahezu identisch sind. So besteht beispielsweise eine Kreuzreaktivität zu den Birkenpollen.

Du bist Pollen- oder Nussallergiker? Dann solltest Du Dir nicht gleich eine ganze Handvoll der schmackhaften Köstlichkeit einverleiben, sondern erst mal eine kosten. Zeigen sich dann Reaktionen, gehörst Du vermutlich zu den seltenen Personen, die eine allergische Reaktion zeigen.

Die Verwendung der exotischen Frucht

Natürlich kann man die Nüsse nebenher knabbern. Allerdings sollte man darauf achten, aufgrund der Radioaktivität nicht zu viele des leckeren Schmankerls zu naschen (obwohl man hier wirklich erhebliche Mengen zu sich nehmen müsste). Das fällt vielen schwer, scheint doch die Packung mit Nascherei irgendwie eine magnetische Anziehungskraft zu beinhalten. Bei mir jedenfalls wird meine Hand ganz ohne mein Zutun in die Verpackung meiner aktuellen Lieblingsleckereien gezogen.
Aus diesem Grund schaute ich mich mich nach alternativen Verwendungsmöglichkeiten um. Die kleinen Kerne können beispielsweise geraspelt werden und einen frischen Salat mit einer zarten Geschmacks-Nuance verfeinern.
Auch in ein selbst gemachtes Müsli passt der Paranusskern wunderbar hinein. In Kombination mit Haferflocken, Kürbiskernen, Kokosflocken oder Sonnenblumenkerne – ein himmlischer Genuss.

Backen mit der Paranuss

Der große, mandelartige Kern der südamerikanischen Frucht ist erstens wohlschmeckend und zweitens etwas ölig – perfekt für die Kuchenzubereitung! Der feine, süßliche Geschmack verleiht zudem Süßspeisen die richtige Nuance Exotik und Raffinesse.

Ein ganz wunderbares Rezept möchte ich ganz kurz vorstellen, es handelt sich um Kekse, die nicht nur zur Weihnachtszeit ein Hochgenuss sind:

Paranusskekse

Zutaten:

300 g Mehl
eine Prise Salz
1 Teelöffel Backpulver
250 g Paranüsse
250 g weiche Butter
175 g Zucker
1 Vanilleschote
200 g Vollmilchschokolade
2 Eier

So werden die Paranusskekse zubereitet:

  • Die Paranüsse werden fein gehackt.
  • Mehl, Salz und Backpulver in eine Schüssel geben, miteinander vermengen.
  • Butter, Vanillezucker, Ei und Zucker in eine andere Schüssel geben und cremig verrühren.
  • Das Mehl-Gemisch vorsichtig mit der Buttermischung vermengen.
  • Schokolade raspeln und gemeinsam mit den Paranüssen vorsichtig unterheben.

Aus der Teigmasse mit Hilfe eines Löffels kleine Plätzchen machen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Anschließend im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 12 – 15 Minuten backen.

Und abschließend möchte ich euch noch ein Brotrezept vorstellen, bei dem Paranüsse ebenfalls für eine herausragende Geschmacksnuance sorgen:

Paranuss-Vollkornbrot

Zutaten:

100 g Sauerteig
1 Kilo Vollkornmehl
4 Teelöffel Salz
150 g Paranüsse
750 ml Wasser
1 Würfel Frischhefe

So wird das Brot zubereitet:

Die Hefe in etwas lauwarmen Wasser auflösen. Die Paranüsse so fein wie möglich hacken. Anschließend alle Zutaten miteinander vermengen. So lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Daraus nun ein Brot formen und im vorgeheizten Ofen bei 250 Grad 15 Minuten backen. Danach die Temperatur auf 200 Grad herunter drehen und das Brot 45 – 55 Minuten ausbacken.

Der Paranuss-Effekt

 

Zugegeben, der Paranuss-Effekt hat nicht direkt mit der Frucht selbst zu tun, beschreibt aber doch eine nette Anekdote. Mit diesem Begriff wird ein Phänomen erklärt, welches bis heute physikalisch gesehen noch nicht endgültig gelöst ist. Der Paranuss-Effekt tritt überall dort auf, wo unterschiedlich große granulare Substanzen zusammenkommen – also auch in einer Packung Studentenfutter.
Immer, wenn Du solch eine Packung nach dem Kauf öffnest, befinden sich die dicksten und schwersten Bestandteile oben – die Paranusskerne. Mit diesem Phänomen haben sich schon etliche Forscher beschäftigt und dieser Effekt spielt nicht nur beim Studentenfutter eine Rolle, sondern auch in der Geophysik oder Geotechnik.

Es ist nur ein Teil der Lösung, dass beim Rütteln einer solchen Verpackung Hohlräume entstehen, in die dann die kleineren Bestandteile eines Granulat hineinfließen.

Paranüsse kaufen – wo findet man sie?

Wie bei allen Lebensmitteln aus fernen Ländern steht die Frage, wo kaufen? Im Discounter? Auf dem Markt? Oder doch lieber direkt beim brasilianischen Händler, sofern der den Handel über das Internet anbietet? Im Grunde gibt es mehrere Möglichkeiten, Paranusskerne in guter Qualität zu erwerben.

• Reformhaus, Bioladen, Supermarkt

Die drei genannten Ladengeschäfte führen in den meisten Fällen die südamerikanische Frucht. Allerdings empfiehlt es sich, dass Du Dir beim Kauf die Paranüsse genau anschaust, um auch wirklich eine gute Qualität zu erwerben. Denn durch den hohen Fettanteil sind die Früchte leider anfällig dafür, schnell ranzig zu werden.
Der Paranusskern sollte in seiner Beschaffenheit glatt aussehen, die Samen von weißer Farbe. Dunkle oder gelblich verfärbte Kerne deuten eventuell auf eine minderwertige Qualität hin, was zwar nicht unbedingt gesundheitsgefährdend ist, sich jedoch geschmacklich in einer bitteren Note äußern kann.

• Online bei amazon

Ich persönlich kaufe sehr gerne meine tropischen Leckereien beim Online-Riesen Amazon. Einerseits kann ich vor dem Kauf andere Kundenmeinungen lesen, andererseits werden mir meine Lieblingssnacks schnell und unkompliziert ins Haus geliefert. Im Folgenden meine beiden Empfehlungen, beide erhältlich bei Amazon:

Taste Nature Paranuss Bio, 1 Kilo

Diese Paranusskerne stammen aus Peru. Der große Vorteil darin liegt in der erwähnten radioaktiven Belastung. Denn die Kapselfrüchte aus Bolivien und Brasilien weisen höhere Werte auf als diese aus Peru. In Peru scheint generell eine geringe Radioaktivität vorzuherrschen, deswegen nasche ich ohne Bedenken diese Paranüsse.

Sie werden in einem luft- und lichtdichtem Beutel geliefert und solange sie trocken, luftdicht und dunkel gelagert werden, bleiben sie auch relativ lange haltbar. Laut dem Hersteller sind sie bis zu sechs Monate nach Anbruch der Packung haltbar. Sie sind getrocknet, Bio, Vegan, Vegetarisch und vollkommen ohne Zusatz von Zucker oder Zuckerstoffen.

Paranüsse bio natur Jalall D´or, 1 Kilo

Die Paranüsse dieses Unternehmens werden in Münster frisch abgepackt. Ein Zertifikat weist aus, dass hier kontrolliert wird. Die südamerikanischen Tropenfrüchte sind in bester Bio-Verfügbarkeit erhältlich.

Auch wenn es sich um Wildsammlungen handelt, ist dennoch nicht alles Bio, denn: Biologisch zertifizierte Produkte werden deutlich aufwendiger gegen Schädlinge geschützt. Bei Bio-Betrieben kommt beispielsweise die technisch deutlich aufwendigere Druckentwesung zum Einsatz.

Fazit

Fazit: Gesunder Snack in Maßen

Er ist und bleibt ein gesunder kleiner Snack für zwischendurch – der Paranusskern. In Maßen verzehrt, kommt er der Gesundheit durch den hohen Anteil an Selen zugute. Kein anderes, natürlich gewachsenes Lebensmittel verfügt über solch hohe Mengen an Selen wie die Frucht des Parabaums aus dem südamerikanischen Tropenwald.

Geschmacklich erinnert sie ein wenig an süßliche Mandeln, obwohl ein echter Vergleich nicht möglich ist, denn die Paranuss ist eine wahre Geschmacksexplosion im Mund.
Auch wenn der Paranussbaum durch sein weit reichendes Wurzelwerk auch Radioaktivität aufnimmt, bleibt diese bei seinen Samen unterhalb des Grenzwertes. Sofern die Köstlichkeiten also nicht kiloweise verschlungen wird, sollte keine Gefahr bestehen.

Während der Regenzeit ist Erntezeit, was für die „Kastaniensammler“ eine gefährliche Zeit bedeutet: Die Kapselfrüchte fallen aus der Baumkrone auf die Erde und werden dort emsig eingesammelt.

Während es in den 1970er Jahren normal war, Paranusskerne samt Schale zu kaufen, sind heute nahezu ausschließlich Produkte ohne Schale im Handel. Das liegt an einer Verordnung, die besagt, dass der Export nur genehmigt wird, wenn die Schalen der Früchte vor dem Export auf bestimmte Schimmelarten hin untersucht wurden. Da sich das die wenigsten südamerikanischen Händler leisten können, vertreiben sie ihre werthaltigen Tropenfrüchte geschält.

Die Inhaltsstoffe der Paranusskern zeigen die Wertigkeit der kleinen Samen deutlich an. Nicht nur das essentielle Spurenelement Selen greift hier besonders positiv, sondern auch der hohe Anteil an Mineralstoffen, Vitaminen und Proteinen sorgt für einen kleinen Energiekick beim Verzehr. Nicht umsonst werden Paranüsse gerne bei den sogenannten Studentenfutter-Mischungen mit eingebracht.